Das 9-Euro-Ticket

... wie es funktioniert und wo es gültig ist.

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Ich bin enno. Einige werden mich eher als RE30 oder RE50 kennen. 

Mit 235 Sitzplätzen in jedem Wagen nehme ich euch alle mit auf meine Tour von Wolfsburg nach Hannover und über Braunschweig nach Hildesheim. Dabei bin ich mit meiner Rollstuhlrampe und dem behindertengerechten WC garantiert barrierefrei. Und sollte es doch Probleme geben, bieten euch meine Kolleg:innen im Zug jederzeit ihre Hilfe an. Während eurer Reise bleibt ihr in Echtzeit up to date! Meine großen Monitore zeigen euch die nächste Station, den passenden Anschlusszug oder die Dauer einer möglichen Verspätung an. Wenn ihr möchtest, könnt ihr euch auch mit mir Vernetzen und die neusten Updates im kostenlosen W-Lan checken. 

Wir haben für euch die wichtigsten Fragen zum 9-Euro-Ticket zusammengestellt und in aller Kürze beantwortet!

Darf ich mit dem 9-Euro-Ticket auch den enno nutzen?

Ja! Ihr dürft alle enno Züge mit dem 9-Euro-Ticket nutzen. Rund um die Uhr, auf jeder Linie.

Trotzdem für euch ein paar wichtige Hinweise:

  • Stellt euch auf volle Züge ein und rechnet damit, dass ihr vor allem in Stoßzeiten nicht unbedingt einen Sitzplatz bekommen werdet.
  • Mobilitätseingeschränkte Reisende mit Rollatoren oder Rollstühlen sowie Kinderwagen haben Vorrang vor Fahrrädern. Eine Mitnahme von Fahrrädern kann nicht garantiert werden.
  • Wie immer gilt: erst Aussteigen, dann Einsteigen.
  • Weitere Informationen zum metronom erhaltet ihr bei unseren Fragen und Antworten.

Was ist der Hintergrund der 9-Euro-Ticket-Aktion?

Das 9-Euro-Ticket ist eine einmalig und zeitlich limitierte Sondermaßnahme der Bundesregierung. Es ist Teil des Entlastungspaketes der Bundesregierung und eine Reaktion auf die stark gestiegenen Kraftstoff- und Energiepreise. Bürgerinnen und Bürger werden mit diesem Paket auf vielfältige Weise finanziell entlastet: Bei den Strom- und Energiekosten, bei den Kraftstoffkosten an der Tankstelle – und eben auch im Rahmen der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland.

Die Bundesländer sind für den ÖPNV zuständig und kümmern sich aktuell zusammen mit den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen um die Umsetzung. Voraussetzung für die Umsetzung ist ein schnelles Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene und zum Verkaufsstart die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel, um die Liquidität der Verkehrsunternehmen bzw. Verkehrsverbünde vor Ort zu gewährleisten. Neben dem Bundestag muss auch der Bundesrat dem ergänzten Regionalisierungsgesetz am 20. Mai zustimmen.

Wann gilt das 9-Euro-Ticket und wie viel kostet es?

Das 9-Euro-Ticket soll bundesweit einheitlich ab dem 1. Juni ausschließlich in den Kalendermonaten Juni, Juli und August 2022 eingeführt werden. Es kostet 9 Euro pro Monat. Der Einstieg bzw. Kauf ist im laufenden Kalendermonat jederzeit möglich. Es sind keine gleitenden Zeiträume vorgesehen, das heißt, ein Ticket, welches z. B. im Juni erworben wurde, gilt auch nur für die verbleibenden Tage im Juni.

Gibt es dieses Ticket auch im Ermäßigungstarif?

Weitere Ermäßigungen können aufgrund des subventionierten Kaufpreises nicht gewährt werden. Es greift somit keine vertriebskanalbezogene Rabattierung. Das betrifft auch die BahnCard oder ähnliche Ermäßigungen.

Wo gilt das 9-Euro-Ticket?

Das 9-Euro-Ticket gilt bundesweit im Öffentlichen Personennahverkehr (U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen, Linienbusse und z. T. Fähren) und in Regionalzügen. Also auch im metronom und im enno.

Es gilt nicht im Fernverkehr (beispielsweise ICE, IC, EC) oder bei anderen Fernbahn/Fernbusbetreibern (z. B. FlixTrain/FlixBus). Es ist ein personengebundener Fahrschein der 2. Klasse. Für Bestandsabos ändert sich außer dem Preis an den Konditionen im vertraglich abgeschlossenen Tarif- und Bediengebiet nichts.

Ab wann und wo ist das 9-Euro-Ticket erhältlich?

Ab sofort kannst du dein 9-Euro-Ticket ganz einfach digital kaufen. Für den Juni, den Juli und den August 2022 – oder alle drei Monatstickets gemeinsam! Das geht über die bekannten Apps, Online-Ticketshops, Kundencenter und Automaten der Verkehrsunternehmen und Verbünde bei dir vor Ort. In Kürze geht dies auch über die deutschlandweite App „9-Euro-Ticket“: Sie steht dir ab dem 30. Mai auf der Website gemeinsam#besserweiter unter www.ticket.besserweiter.de und in den App-Stores zur Verfügung.

Und natürlich kannst du das 9-Euro-Ticket ab Verkaufsstart in unseren enno Kundenzentren in Uelzen und Gifhorn, bei den Servicestellen in den Bahnhöfen und an all unseren Automaten erwerben. Oder bequem von überall aus über den Fahrplaner in unserer App oder im Web unter www.fahrplaner.info.

Ist das 9-Euro-Ticket personengebunden?

Ja, es gehört dir ganz allein, denn das 9-Euro-Ticket ist personengebunden und nicht übertragbar. Es und gilt nur, wenn Vor- und Zuname von dir eingetragen sind und du im Zug zusätzlich einen amtlichen Lichtbildausweis vorzeigen kannst.

Dürfen auch Kinder mit dem 9-Euro-Ticket fahren?

Kinder unter 6 Jahren fahren grundsätzlich mit dem enno kostenfrei. Das bleibt auch mit dem 9-Euro-Ticket so. Kinder ab 6 Jahren zahlen, wie alle Nutzer des 9-Euro-Tickets, 9 Euro pro Kalendermonat. Es gibt bei diesem Aktionsangebot kein extra Kinderticket bzw. -rabatt.

Kann ich mit dem 9-Euro-Ticket meine/n Partner/in, meine Kinder, meinen Hund, mein Fahrrad o.ä. mitnehmen?

Das 9-Euro-Ticket gilt immer nur für die Person, für die es ausgestellt wurde. Es können Kinder unter sechs Jahren, ein Kinderwagen und Gepäck kostenfrei mitgenommen werden. Weitere Personen oder Fahrräder können mit dem 9-Euro-Ticket nicht kostenfrei mitgenommen werden.

Für Fahrten innerhalb des Gebiets eines Verkehrsverbundes richtet sich die Mitnahmeregelung für Hunde auch mit dem 9-Euro-Ticket nach den Regeln des jeweiligen Verkehrsverbundes. Werden während der Fahrt verschiedene Tarifgebiete durchfahren, ist gegebenenfalls eine reguläre Fahrkarte zum halben Preis (Kinderfahrkarte) für den Hund zu lösen. Wann dies der Fall ist, ist für die Züge des enno in den Beförderungsbedingungen & Tarifbestimmungen der metronom Eisenbahngesellschaft mbH geregelt.

Wir gehen von einem deutlich erhöhten Fahrgastaufkommen im Aktionszeitraum aus, daher nehmt bitte an Gepäck nur mit, was ihr wirklich unbedingt dabeihaben müsst und prüft, ob ihr nicht auch einfach am Zielort ein Fahrrad ausleihen könnt.

Für Fahrgäste mit bereits bestehendem Abo ändert sich in ihrem vertraglich abgeschlossenen Tarif- bzw. Bediengebiet nichts.

Muss gekündigt werden oder endet das 9-Euro-Ticket automatisch?

Das 9-Euro-Ticket ist wie eine Monatskarte zeitlich begrenzt und endet automatisch zum jeweiligen Monatsende.

Werden die Verkehrsunternehmen dauerhaft ihre Preise senken?

Nein, denn:

  • Das 9-Euro-Ticket ist eine einmalige Sonderaktion und nur mit erheblichen Bundesmitteln finanzierbar.
  • Die Preisgestaltung liegt in der Regel bei den ÖPNV-Aufgabenträgern (Länder und Kommunen).
  • Die Verkehrsunternehmen können die Preise nicht dauerhaft senken, da sonst - nach gegenwärtigem Finanzierungsmodell - das Verkehrsangebot mit Bus und Bahn nicht aufrechterhalten werden kann. Takte müssten ausgedünnt, Linien müssten gestrichen werden. Zudem würden auch wichtige Mittel fehlen, um den ÖPNV in Deutschland weiter auszubauen – der entscheidende Schlüssel, um die Klimaschutzziele bis 2030 zu erreichen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu mindern.

Was passiert nach dem 31. August 2022?

Das 9-Euro-Ticket ist eine einmalige Sondermaßnahme, die vom Bund im Entlastungspaket beschlossen und durch ihn finanziert wurde. Für Abonnentinnen und Abonnenten gelten ab dem 1. September wieder die gewohnten Preise.

Was gibt es zu beachten?

Der Aktionszeitraum des 9-Euro-Tickets fällt in die Sommerferien, die zur Entlastung der Pendler:innen regelmäßig verschiedene Baumaßnahmen im Streckennetz umfassen. Diese Baumaßnahmen sind langfristig von den Infrastrukturunternehmen geplant und können nicht kurzfristig adaptiert werden. Wir bitten deshalb alle Teilnehmer/-innen an der Aktion „9-Euro-Ticket“, sich im Vorhinein über Reiserouten zu informieren und flexibel zu sein. Geplante Baumaßnahmen werden vorab in unseren Informationsmedien hinterlegt.

Es wird während des Aktionszeitraums empfohlen, auf die Mitnahme des eigenen Fahrrads insbesondere im Ausflugsverkehr, aber auch, wenn möglich, im Berufsverkehr zu verzichten und am Zielort auf die vielzähligen Verleiher vor Ort zurückzugreifen. Es wird außerdem empfohlen, außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu reisen.

Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr

Es gelten die gesetzlichen Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr. Für Verspätungsentschädigungen gem. Art. 17 der Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 gelten die Entschädigungsbedingungen für Zeitkarten der Eisenbahnverkehrsunternehmen gem. der Tarifbestimmungen des Deutschlandtarifs Teil C Nr. 8.1. Eine Auszahlung von Verspätungsentschädigungen erfolgt demnach nicht, da der maximal auszahlbare Entschädigungsbetrag die „Bagatellgrenze“ unterschreitet.

Umtausch und Erstattung

Umtausch und Erstattung des „9-Euro-Tickets“ sind ausgeschlossen.

Verlieren Abonnentinnen und Abonnenten durch das 9-Euro-Ticket – etwa Mitnahmeregelungen, 1.Klasse-Berechtigung oder Weiteres?

Für Abonnent:innen ändert sich im vertraglich abgeschlossenen Tarif- bzw. Bediengebiet nichts. Außerhalb dieses Gebietes gilt das 9-Euro-Ticket als persönlicher Fahrschein der 2. Klasse ohne erweiterte Regelungen.

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